
Ich möchte heute über die Freude schreiben..eigentlich über die fehlende Freude im Leben.
Denn wann fühlst du denn wirklich wahre Freude?
Ich meine nicht die Freude, die du fühlst, wenn du frei hast..wenn du im Urlaub bist oder schöne Dinge tust.
Ich spreche von der Freude des Lebens und der Lebendigkeit.
Gerade mit den Frauen, mit denen ich arbeite..aber auch im Allgemeinen..sehe ich ein tiefsitzendes Muster des Pflichtgefühls.
Frauen bleiben gefühlt ihr Leben lang bei einer Arbeit, weil sie sich dem Chef gegenüber verpflichtet fühlen und somit Verantwortung tragen.
Warum ist das so?
Ich kann es dir sagen.
Es fängt in der Kindheit an, denn dort wirst du bereits verpflichtet, in den Kindergarten zu gehen..in die Schule zu gehen.
Du musst..du hast keine andere Wahl.
Dann geht es in der Ausbildung weiter.
Jeden Tag um 6 raus und um 17 Uhr zuhause.
Ich habe vor ein paar Tagen einen Bericht gelesen.
In den Schulen ist fast jedes 4.Kind psychisch belastet.
Angstzustände und Depressionen sind weltweit keine Randthemen mehr.
51% fühlen sich gestresst..36% erschöpft und knapp 20% fühlen sich hilflos!!
Leistungsdruck..Funktionieren und Überforderung werden als Ursachen genannt.
Was wenn nicht die Kinder krank sind, sondern die Art und Weise, wie sie leben müssen?
Und das gilt auch für dich.
Du bist nicht falsch und musst auch nicht an dir arbeiten.
Du darfst erkennen, dass Erschöpfung und Überforderung eine Reaktion auf ein Leben ist, dass dir antrainiert wurde.
Du hast gelernt, zu funktionieren.
Du hast gelernt, über dich und das, was du fühlst und willst, drüberzugehen.
Du hast gelernt, dich anzupassen und dich zurückzustellen.
Und so ging Stück für Stück die Freude verloren.
Du kannst Freude nicht machen.
Nicht zu einem Urlaubs oder Wochenendprojekt.
Du darfst neu lernen, was es heisst, am Leben zu sein..dich wieder zu spüren und beginnen ein Leben aufzubauen, dass deinem Rhythmus entspricht.
Ich habe die letzten Jahre damit verbracht, zu mir und meiner natürlichen Lebensform zurückzukehren.
Mein Körper hat mir soooo oft gezeigt..so nicht.
Immer wieder.
Über meinen Darm.
Über meine Gebärmutter.
Über meinen Brustkrebs.
Erschöpfung.
Überforderung.
Depressive Zustände.
Immer und immer wieder.
Und Stück für Stück habe ich verstanden, dass mit mir nichts falsch ist.
Das ich mich nicht optimieren muss.
Nichts heilen muss und nichts werden muss.
Ich durfte einfach lernen aufzuhören weiterzumachen mit dem, was mir nicht entspricht.
Und Stück für Stück kehrte die Freude zurück.
Nicht laut..nicht wie die Freude, wie sie vorgelebt wird.
Sehr sehr leise.
Wie ein Ausatmen des AngekommenSeins.
Ich wünsche mir für dich, dass du erkennst..dass du fühlst.
Das Leben ist zu kurz, um in einem System zu leben, dass nicht mal dein eigenes ist.
In Liebe,
Samara✨❤️
Neueste Kommentare